Die Wüstung Hollar bei Ockstadt

Im Jahre 817 n. Chr. wurden Ockstadt und Hollar (Holunlar) erstmals in einer Schenkungsurkunde an das Benediktinerkloster in Lorsch urkundlich erwähnt.

Von dem ehemaligen Dorf Hollar ist außer einem Straßennamen in Ockstadt, ein paar Flurbezeichnungen und der Hollarkapelle nichts mehr übrig. Auch Hollar wurde der Sog der aufgehenden Reichsstadt Friedberg zum Verhängnis und entleerte das Dorf. Einige wenige Familien mögen bei der alten Dorfkirche ansässig geblieben sein, bis zum Ende des 30jährigen Krieges die letzten Häuser und die Kirche zerstört wurden. Nach dem 30jährigen Krieg wurden Kirche und Dorf wüst und waren dem Verfall preisgegeben. Noch lange nach dem Ausgang des Dorfes Hollar diente dessen Wüstungskirche als Gerichtsstätte. Zwischen 1722 und 1726 ließ der Lehensträger von Ockstadt, Freiherr Friedrich Gottfried von Franckenstein, aus den Trümmern der 1646 durch Beschießung zerstörten Kirche auf deren Grundmauern die heutige Kapelle errichten. Die Hollarkapelle steht heute idyllisch im heutigen Kirschenberg der Gemarkung Ockstadt.

Neben dem Dorf Hollar gingen auch benachbarte Orte wie Eizebach und Hüftersheim (Wüstungen bei Ober-Mörlen) oder Straßheim unter.

Foto der Hollarkapelle
Die Hollarkapelle heute