Ahnenforschung Bub

Die Wüstung Sternbach

Mitten im Wickstädter Wald zwischen Florstadt und Bönstadt liegt die Wallfahrtskapelle "Maria Sternbach", letzter verbliebener Rest des ausgegangenen Ortes Sternbach.

Sternbach bzw. "Sterrenbach", "Sterrinbach" wird als Siedlung 1231 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zum Münzenberger Herrschaftsbereich. So ist im Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 1231 nachzulesen, dass Ulrich von Minzenberg es dem Ritter Heinrich von Wickstadt und seiner Gattin Kunigunde gestattete, eigene Güter und Lehngüter "zu Wickenstad und Sterrinbach" erblich dem Kloster Arnsburg zu übergeben.

Dieser Besitzwechsel schien den Dorfbewohnern nicht gut bekommen zu sein, denn schon 1291 beklagte sich der Pfarrer, dass die Gemeinde unter den Forderungen des Klosters leide und die Einwohnerzahl abgenommen habe. Aufgrund der hohen Abgaben an das Kloster hielten die Abwanderungen aus dem Dorf an. 1540 wurden letztmals Bewohner in Sternbach genannt. Im 30jährigen Krieg wurde die verlassene Ortschaft verwüstet und bis auf die Kirche abgebrannt.

Die Kirche Maria Sternbach

Die erste Kirche der ehemaligen Siedlung war wahrscheinlich aus Holz gebaut und wurde 778 anläßlich einer Eigentumsübertragung erstmals in der "Beatusurkunde" erwähnt. Von ihr ist heute leider nichts mehr erhalten. Vermutlich auf dem Fundament dieser ersten Kirche wurden im 9. und 12. Jahrhundert noch zweimal weitere Kirchenbauten errichtet. Heute ist sie im Zustand von 1456 als Wallfahrtskapelle erhalten.